Es gibt diesen einen Moment, an dem du auf eine Zahl schaust und kurz still wirst. Bei mir war das dieser Sommer. Ich hab die Beiträge zur Hitzefrei-Kampagne durchgezählt, die wir beim MVPTreff gestartet haben — und bin bei über 40 Menschen hängengeblieben. Vierzig. Die haben ihre Zeit investiert. Für die Community. Für Leute, die sie zum Teil nie persönlich getroffen haben. Mit so einer Resonanz hatte selbst ich nicht gerechnet.
Und wenn ich ehrlich bin: Ich bin nicht immer der Einfachste. Ich hab bestimmt dem einen oder anderen schon mal vor den Kopf gestoßen. Wir haben alle unsere Macken. Und trotzdem — oder vielleicht genau deshalb — funktioniert das hier. Deshalb wird das kein Technik-Artikel. Das hier ist ein Dankeschön. Und ein Grund, warum du dir das mal anschauen solltest, falls du noch am Rand stehst.
Was diese Community eigentlich ist — und wer sie trägt
Wenn Leute „M365-Community“ hören, denken viele an ein LinkedIn-Netzwerk mit vielen Reactions. Ist es nicht. Es ist ein Haufen Menschen im DACH-Raum, die eine Sache gemeinsam haben: Sie teilen Wissen, ohne zuerst zu fragen, was dabei für sie rausspringt.
Das sind MVPs und Key User. Consultants und Admins. Speaker, Blogger, Meetup-Orgas. Menschen, die auf ESPC, Experts Live oder CollabDays vorne stehen — und Menschen, die im Publikum sitzen und die bessere Frage stellen. Bei Hitzefrei waren es ganz konkret über 40 Beitragende und ein Orga-Team, das das Ganze zusammengehalten hat: Anas, Raphael, Matthias und ich.
Das ist das Wer und das Was: keine Firma, kein Marketing-Konstrukt. Menschen, die freiwillig Zeit reinstecken.
Warum sich das wirklich lohnt — die echten Mehrwerte
Hier wird’s konkret, denn „Netzwerken“ klingt hohl, wenn man nicht sagt, was man davon hat. Die echten Mehrwerte sehen so aus:
Du bekommst Antworten, für die du sonst Tage brauchst. Ein Conditional-Access-Problem um 23 Uhr, ein Copilot-Rollout, der sich komisch verhält — irgendwer hat das schon gehabt. Ein guter Draht in die Community ist schneller als jedes Support-Ticket.
Du wächst schneller. Nicht weil dich jemand pusht, sondern weil du siehst, was andere machen, und merkst: Das kann ich auch. Der erste Blogartikel, die erste Session — die trauen sich die meisten nur, weil vorher jemand gesagt hat „mach das“.
Du bist nicht allein im Silo. Der Job kann einsam sein, wenn du der einzige bist, der versteht, warum ein Entra-ID-Thema gerade brennt. In der Community sitzt jemand, der genau das nachfühlen kann.
Das ist keine Einbahnstraße. Du gibst rein — und kriegst mehr zurück, als du reingesteckt hast. Jedes Mal.
Wie Hitzefrei entstanden ist — Sommer, Hitze, und ein Aufruf
Das Wann ist schnell erklärt: Sommer. Die Zeit, in der die halbe Branche im Urlaub ist und Content-Kalender ins Sommerloch fallen. Genau da haben wir beim MVPTreff gesagt: Machen wir „Hitzefrei“ draus. Ein Aufruf an die Community, gemeinsam Inhalte zu bauen, statt jeder für sich vor sich hin zu schwitzen.
Das Wo ist überall dort, wo diese Community lebt: auf den MVPTreff-Kanälen, in Blogs, auf LinkedIn, in den Köpfen der Leute, die „ja, bin dabei“ geschrieben haben.
Und das Wie? Ganz unglamourös. Menschen ansprechen. Fragen. Und dann staunen, wenn 40+ Leute wirklich liefern. Zurückgeben funktioniert nicht über große Gesten. Es funktioniert über viele kleine: einen Beitrag schreiben, eine Frage beantworten, jemanden sichtbar machen, der es verdient hat. Das summiert sich. Bei Hitzefrei hat es sich zu etwas summiert, das größer war als die Summe der Teile.
Ich bin nicht immer einfach — und trotzdem funktioniert es
Ich sag das bewusst nochmal, weil es der ehrlichste Teil ist. Community heißt nicht, dass alle immer nett zueinander sind und einer Meinung. Wir haben Ecken. Ich habe Ecken. Es gibt Reibung, es gibt Diskussionen. Und ja — ich hab durch meine Art und Weise sicher auch mal in eine Wunde getroffen oder bin negativ rübergekommen.
Aber eins ist mir wichtig, und das sage ich hier ganz offen: Persönlich war das nie. Nie. Wenn ich dabei jemanden getroffen habe, dann tut mir das leid — in der Hoffnung, dass man es mir nicht übel nimmt und mir verzeihen kann.
Das Besondere an dieser Community ist genau das: Sie trägt trotzdem. Weil der Kern stimmt. Weil am Ende alle dasselbe wollen — es ein Stück besser machen für den, der nach uns kommt. Eine Community, die nur aus glatten Menschen besteht, ist keine. Eine, die auch mit den Kanten klarkommt, ist echt.
Und deshalb geht mein Dank hier weiter als nur an die, die mir persönlich geholfen haben. Er geht an alle, die Tag für Tag Zeit investieren, um ihr Wissen zu teilen — ohne zuerst zu fragen, was dabei für sie rausspringt. An jeden, der einen Blogartikel schreibt, eine Frage beantwortet, eine Session hält oder einfach da ist, wenn jemand nicht weiterkommt. Ihr seid der Grund, warum das hier funktioniert.
An die über 40 Beitragenden von Hitzefrei, an Anas, Raphael und Matthias, und an jeden, der schon mal die Hand gehoben hat: Danke. Ehrlich.
Was bleibt
Die M365-Community ist kein Netzwerk-Buzzword, sondern ein Haufen Menschen, der freiwillig Zeit teilt — und dir mehr zurückgibt, als du reinsteckst. Hitzefrei hat mit über 40 Beitragenden gezeigt, was passiert, wenn man einfach mal fragt. Du musst kein MVP sein, um Teil davon zu werden. Du musst nur anfangen.
Ein guter Espresso ist nie eine einzelne Bohne. Es ist die Mischung, die ihn trägt. Genau so ist es mit uns.
Das nimmst du mit
- Community ist eine Zweibahnstraße — du gibst rein und bekommst mehr zurück
- Der schnellste Support ist ein guter Draht in die Community, nicht das Ticket
- Zurückgeben passiert in kleinen Schritten: ein Beitrag, eine Antwort, jemanden sichtbar machen
- Du musst nicht perfekt sein — Ecken und Kanten inklusive, es trägt trotzdem
- Der erste Schritt reicht: Hand heben, „bin dabei“ schreiben, mitmachen
Du bist Teil der Community — oder willst es werden? Erzähl mir deine Geschichte auf LinkedIn.
#EspressoM365Fusion