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Copilot in Viva Goals: Was, wenn du es nicht willst?

16.7.20243 MinutenMittel · KonzeptTeilen

Wir alle kennen es: Microsoft 365 wird ständig erweitert, und Updates erscheinen häufiger als unsere Besuche beim Lieblings-Barista. Viele Organisationen und IT-Administratoren sind davon nicht immer begeistert. Manche Updates sind aber essenziell und unverzichtbar, weil sie unsere tägliche Sicherheit erhöhen.

Neben sicherheitsrelevanten Updates für Microsoft 365 gibt es auch regelmäßige Funktionserweiterungen, die Entwickler Feature-Updates nennen. Eines davon war die Einführung von Copilot in Viva Goals Anfang dieses Jahres.

Viva Goals – ein Überblick

Für alle, die Viva Goals noch nicht kennen: Viva Goals ist das OKR-Managementsystem (Objectives and Key Results) innerhalb von Microsoft 365, genauer in der Microsoft Viva Suite. OKRs sind ein Rahmenwerk für Zielsetzung und Leistungsbewertung, das Unternehmen hilft, ambitionierte Ziele zu definieren und messbare Ergebnisse zu verfolgen, um den Fortschritt systematisch zu überwachen. Dieses Modell fördert Ausrichtung und Fokus in der gesamten Organisation, indem es klar definierte, inspirierende Ziele mit konkreten, quantifizierbaren Schlüsselergebnissen verbindet. Viva Goals integriert sich nahtlos in bestehende Workflows und Werkzeuge wie Microsoft Teams. Durch automatisierte Updates und Echtzeit-Dashboards ermöglicht Viva Goals eine fortlaufende Fortschrittsverfolgung, sodass Führungskräfte und Teams schnell auf Änderungen reagieren können. Die enge Integration in die Microsoft-365-Umgebung erleichtert die Umsetzung von OKRs im Arbeitsalltag und erhöht Akzeptanz und Engagement der Mitarbeitenden.

Anfang dieses Jahres wurde Viva Goals um Copilot erweitert, der über die Viva-Suite-Lizenzierung automatisch für Endnutzer bereitgestellt wird. Copilot in Viva Goals ist ein täglicher Assistent und unterstützt bei Aufgaben wie:

  • einen Überblick über alle OKRs gewinnen,
  • überfällige OKRs aufdecken und analysieren,
  • OKRs mit Inhalt erstellen oder erweitern.

Trotz dieser hilfreichen Funktionen ist Copilot in Viva Goals noch nicht so ausgereift, wie wir es uns wünschen. Ich beobachte außerdem oft, dass Organisationen noch nicht bereit für Copilot sind oder gewisse Vorbehalte haben – verständlicherweise.

Die Meinungen gehen da auseinander. Aus meiner Sicht unterstützt mich Copilot im Arbeitsalltag und verschafft mir gelegentlich ein paar Minuten für einen #Espresso. Das heißt nicht, dass ich weniger arbeite, sondern dass Copilot mich bei der Arbeit lediglich unterstützt, nicht mehr und nicht weniger.

Ich kann aber auch Organisationen verstehen, die aktuell zurückhaltender sind und andere Prozesse oder Themen im Fokus haben. Und damit bin ich direkt beim Thema: Microsoft hat eine Funktion geschaffen, mit der Copilot in Viva Goals nicht mehr allen Nutzern zur Verfügung stehen muss. Ein Viva-Goals-Administrator oder der globale Administrator eines Microsoft-365-Tenants kann den Zugriff auf Copilot in Viva Goals einschränken.

Diese Einstellung liegt in der Viva-Goals-Verwaltung und lässt sich je Organisation separat konfigurieren. So lassen sich Mitarbeitende schrittweise an Copilot in Viva Goals heranführen und vorab eventuell eine Pilotgruppe in der Organisation aufsetzen.

Abbildung aus „Copilot in Viva Goals: Was, wenn du es nicht willst?“

Fazit

Für viele Organisationen kann diese Einstellung ein echter Mehrwert sein, weil sich die Einführung von Copilot in Viva Goals genauer steuern lässt. So sammeln Organisationen über Pilotgruppen erste Erfahrungen, um den Mehrwert von Copilot für Mitarbeitende im Bereich OKR-Management mit Viva Goals zu bewerten.

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Ferdi Lethen-Oellers
Ferdi Lethen-Oellers

Senior Modern Workplace Consultant bei der amexus, Microsoft MVP, Autor von „Microsoft 365 Administration für Dummies“.